Das Projekt DigiSchwein entwickelt und erprobt ein sensorbasiertes Frühwarn- und Assistenzsystem für die Schweinehaltung, um Tierwohl zu fördern, Betriebsmitteleffizienz zu steigern und Umweltbelastungen durch Nährstoffreduktion zu verringern. Durch den Einsatz von Sensorik, Datenmodellierung, Farmmanagement-Software und datenbasierter Entscheidungsunterstützung werden kontinuierlich Sensordaten erfasst, auf Plausibilität geprüft und für frühzeitige Krankheitsdetektion, Geburtsüberwachung, die Betreuung unkupierter Tiere sowie für die Transparenz von Nährstoffströmen ausgewertet. Ziel ist es, die tiergerechte und ressourcenschonende Schweinehaltung praxisnah weiterzuentwickeln und praxistaugliche Anwendungen für Landwirtinnen und Landwirte bereitzustellen.
Vollständiger Name: DigiSchwein – Cross Innovation und Digitalisierung in der tiergerechten Schweinehaltung unter Berücksichtigung des Ressourcenschutzes
Laufzeit: 10.02.2020 – 31.08.2024
Förderprogramm: BMEL - Digitalisierung in der Landwirtschaft
Fördergeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Fördernummer: 28DE109D18
Projektverantwortliche Person: Dr. Marc‑Alexander Lieboldt
Frühwarnsysteme und Assistenzsoftware: Entwicklung eines Farmmanagement‑Datenmodells und prototypischer Assistenzsoftware zur kontinuierlichen Auswertung von Sensordaten und Informationsbereitstellung für Landwirtinnen und Landwirte
Plausibilitätsprüfung und Sensorik: Beschaffung, Kalibrierung und Verifikation unterschiedlicher Sensortechniken in Versuchsställen; Ableitung von Plausibilitätsanalysen und Übertragung in das Assistenzsystem
Krankheitserkennung und Verhaltensüberwachung: Entwicklung von Algorithmen und Entscheidungshilfen zur frühzeitigen Erkennung von Krankheiten und zur Überwachung von Schwanzbeißen bei unkupierten Tieren sowie Monitoring des Geburtsverlaufs
Nährstofftransparenz und Umweltwirkung: Digitale Erfassung und Auswertung von Nährstoffströmen im Stall zur Reduktion von Gülleeinträgen und zur Erhöhung der Ressourceneffizienz
Evaluierung und Wissenstransfer: Begleitung durch Expertenbeirat, Selbstevaluation, zahlreiche Veröffentlichungen sowie Transfer in Ausbildung, Weiterbildung und Praxisveranstaltungen (Leuchtturmbetriebe, LBZ Echem)