Mit der LEA-Foto-App können Landwirtinnen und Landwirte für die Agrarförderung in Rheinland-Pfalz relevante Informationen auf ihren Flächen aufnehmen und die Fotos der Verwaltung zur Verfügung stellen. Besuche durch den Prüfdienst sind dann häufig nicht mehr notwendig und gleichzeitig können Kürzungen oder Sanktionen vermieden werden.
Nachdem die LEA-Foto-App zunächst freiwillig genutzt werden konnte, sind ab dem Jahr 2026 bestimmte Nachweise verpflichtend über die App zu erbringen, während andere vorerst freiwillig bleiben. Dennoch: mit dem Einsenden von Fotos tragen Sie aktiv und maßgeblich zu einer schnellen und einfachen Klärung von Unstimmigkeiten (gelbe Ampelergebnisse im satellitengestützten Monitoring) auf Ihren Flächen bei. So können Rückfragen und Widerspruchsverfahren reduziert werden, was eine termingerechte und reibungslose Auszahlung fördert.
Dieses Praxisbeispiel beschreibt die Bearbeitung der Fotoaufgabe “Nachweis der Kulturart, Hauptkultur bei Fruchtwechsel” mit der LEA-Foto-App. Im Vergleich zu anderen Aufgabentypen weist diese Fotoaufgabe einige Besonderheiten auf und ist nur bei Bedarf zu bearbeiten.
Hinweis: Die Bearbeitung anderer Fotoaufgaben, die Proaktive Dokumentation (Fotoaufnahme „auf Vorrat“) sowie die Dokumentation von Kennarten (für die Ökoregelung 5) sind nicht Bestandteil der vorliegenden Anleitung, sondern werden in separaten Praxisbeispielen erklärt.

Erforderlicher Wissensstand: Basiswissen
Durch das Einreichen der Fotoaufgabe “Nachweis der Kulturart, Hauptkultur bei Fruchtwechsel” können Sie bei Bedarf die Hauptkultur nachweisen. Die Aufgabe ist nur dann relevant für Sie, wenn Sie im Hauptnutzungszeitraum (01.06. bis 15.07.) einen Fruchtwechsel vornehmen und es infolgedessen im satellitengestützten Flächenmonitoring zu einer Umcodierung der beantragten Kulturart kommt. Das kann Auswirkungen auf die Erfüllung der Kulturartenanteile für die Ökoregelung 2, für “Vielfältige Kulturen im Ackerbau” sowie auf den Fruchtwechsel bei GLÖZ 7 haben. Sind Sie hiervon nicht betroffen, brauchen Sie die Aufgabe nicht zu bearbeiten.
Wenn ein Wechsel der Kulturart im Hauptnutzungszeitraum (01.06. bis 15.07.) stattfindet, wird ausdrücklich empfohlen, diesen Wechsel proaktiv mit der LEA-Foto-App zu dokumentieren. Nehmen Sie hierzu Fotos auf von:
Da es bei der Bestimmung der Hauptkultur auf den genauen Zeitpunkt der Ernte und der Aussaat ankommt, müssen die Fotos unmittelbar am jeweiligen Tag bei der Arbeit aufgenommen werden.
In der Regel genügen jeweils 3 bis 4 aussagekräftige Fotos.
Wie die Proaktive Dokumentation in der App funktioniert, wird im Praxisbeispiel Proaktive Dokumentation und im Video LEA-Foto-App: Proaktive Dokumentation anschaulich erklärt.
Die proaktiv aufgenommenen Fotos werden automatisch in der App-Galerie gespeichert.
Überprüfen Sie anschließend regelmäßig im LEA-Portal (im Flächennutzungsnachweis), ob auf dem betreffenden Schlag eine Umcodierung der Kulturart erfolgt ist. Das satellitengestützte Flächenmonitoring erkennt häufig nur die Zweitkultur und wertet diese als Hauptkultur. Das kann Auswirkungen auf die Erfüllung der Kulturartenanteile für die Ökoregelung 2, für “Vielfältige Kulturen im Ackerbau” sowie auf den Fruchtwechsel bei GLÖZ 7 haben. Wenn die Kulturart umcodiert wurde, können Sie die Hauptkultur nachweisen, indem Sie die zuvor aufgenommenen Fotos (von der Ernte der Erstkultur und der Aussaat der Zweitkultur) zusammen mit einigen wenigen Angaben in der Fotoaufgabe einreichen.
Bitte beachten Sie hierbei: Als Hauptkultur wird die Kulturart definiert, die im Hauptnutzungszeitraum (01.06. bis 15.07.) am längsten auf der Fläche steht. Der Stichtag zur Differenzierung ist der 23.06.
Mit den über die App eingereichten Fotos und Angaben können Sie die Hauptkultur nachweisen.
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Sie finden die LEA-Foto-App im App Store von Apple bzw. im Google Play Store, indem Sie in der Suchfunktion “LEA-Foto” eingeben. Laden Sie die App herunter und installieren Sie sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet. Falls Sie hierbei eine Warnmeldung von Ihrer Antivirensoftware erhalten, bestätigen Sie bitte, dass es sich um eine sichere App handelt, damit die Installation abgeschlossen werden kann. Die technischen Geräteanforderungen an das Smartphone oder Tablet finden Sie hier.
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Nach der Installation können Sie die App öffnen und sich anmelden. Hierfür benötigen Sie die gleichen Zugangsdaten wie für das LEA-Portal (eAntrag):
Hinweis: Auch wenn die LEA-Foto-App und das LEA-Portal die gleichen Zugangsdaten nutzen, werden sie getrennt voneinander betrieben. Es ist nicht möglich, mit der App auf Inhalte des LEA-Portals zuzugreifen und umgekehrt.
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Die Fotoaufgabe zum Nachweis der Hauptkultur bei Fruchtwechsel wird allen Antragstellerinnen und Antragstellern automatisch in der App zur Verfügung gestellt und kann bei Bedarf genutzt werden. Zum Herunterladen der Aufgabe tippen Sie bitte in der App im Menü oben rechts auf Daten aktualisieren. Die Fotoaufgabe “Nachweis der Kulturart, Hauptkultur bei Fruchtwechsel” unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von den anderen Aufgabentypen:
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Schritt 1: Proaktive Fotoaufnahme bei der Ernte der Erstkultur und der Aussaat der Zweitkultur Da es bei der Bestimmung der Hauptkultur auf den genauen Zeitpunkt der Ernte der Erstkultur und der Aussaat der Zweitkultur ankommt, müssen die Fotos von der Ernte und der Aussaat unmittelbar am jeweiligen Tag bei der Arbeit aufgenommen werden.
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Damit die Fotos später als Nachweis verwendet werden können, sollten sie so wie in den Beispielen zu sehen, aufgenommen werden:
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// © A. Schumm |
// © A. Schumm |
// © A. Schumm |
| Hinweis: Als Hauptkultur wird die Kulturart definiert, die im Hauptnutzungszeitraum (01.06. bis 15.07.) am längsten auf der Fläche steht. Der Stichtag zur Differenzierung ist der 23.06. |
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Schritt 2: Bearbeiten der Fotoaufgabe – bei Bedarf: Sie haben die Ernte der Erstkultur und die Aussaat der Zweitkultur bereits proaktiv dokumentiert; die jeweiligen Fotos sind in Ihrer App-Galerie gespeichert. Bild 1.) Sie haben die Fotoaufgabe Nachweis Kulturart, Hauptkultur bei Fruchtwechsel bereits heruntergeladen (über Daten aktualisieren im Menü oben rechts). Der rote Farbbalken dient zur Kennzeichnung von Fotoaufgaben zum Nachweis der Kulturart. Er bedeutet nicht, dass ein Fehler vorliegt. |
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| Bild 2.) Geöffnete Aufgabe: Lesen Sie sich die Beschreibung durch, denn hier erfahren Sie, welche Fotos und Angaben mit der Aufgabe einzureichen sind. Darunter sehen Sie den aktuellen Bearbeitungsstatus und die Frist für diese Aufgabe. Im Kartenausschnitt wird Ihr aktueller Standort angezeigt (blauer Punkt). |
// © A. Schumm |
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Bild 3.) Im Feld Betriebsnummer ist Ihre Betriebsnummer bereits automatisch hinterlegt. Die Fotoaufgabe gilt jeweils für einen einzelnen Schlag. Nach dem Absenden wird automatisch eine neue “Blanko”-Aufgabe in der App bereitgestellt, die Sie für den nächsten Schlag verwenden können. Dieser Ablauf wiederholt sich nach jedem Absenden. |
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| Bild 4.) Scrollen Sie anschließend zum Abschnitt Ernte Erstkultur. Wählen Sie bei der Frage “Welche Kulturart wurde als Erstkultur geerntet?" im Dropdown-Menü die entsprechende Kulturart aus. In der Suchfunktion können Sie nach dem Nutzungscode (z. B. 250) oder nach der Bezeichnung (z. B. Gemenge Leguminose/…) suchen. |
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Fügen Sie die proaktiven Fotos von der Ernte der Erstkultur in die Aufgabe ein.
Um ein Foto einzufügen, tippen Sie in der Aufgabe unter Panoramafoto bzw. Detailfoto auf das rote Plus-Zeichen. Die folgenden Schritte sind nicht rechts abgebildet:
Wählen Sie anschließend bei der Frage “Wann wurde die Erstkultur geerntet?” in der Kalenderfunktion das entsprechende Datum aus. |
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Bild 5.) Bearbeiten Sie nun den Abschnitt Aussaat Zweitkultur.
Um ein Foto einzufügen, tippen Sie in der Aufgabe unter Panoramafoto bzw. Detailfoto auf das rote Plus-Zeichen. Die folgenden Schritte sind nicht rechts abgebildet:
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Sobald Sie die erforderlichen Fotos eingefügt haben und die Angaben vollständig sind, können Sie die Aufgabe absenden. Bild 6.) Nach dem Absenden wird automatisch eine neue „Blanko“-Aufgabe erzeugt und in der App angezeigt. Diese Aufgabe können Sie bei Bedarf für einen weiteren Schlag verwenden. Eine neue Aufgabe wird nach jedem Absenden erzeugt. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu dem Tag, an dem die Frist zum Einreichen der Aufgabe endet. Das Datum finden Sie oben in der Aufgabe sowie in der Aufgabenliste in der Vorschau (wie hier im Beispiel rechts zu sehen, der 15.09.2026). Nach dem Einreichen werden die Fotos ausgewertet, jedoch nicht unmittelbar. Sobald die Auswertung abgeschlossen ist, wird das Ergebnis mit einer Ampelfarbe im LEA-Portal am jeweiligen Schlag angezeigt. In der App selbst werden keine Auswertungsergebnisse angezeigt. |
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| Verbesserte Rechtssicherheit: |
📈📈 |
| Entbürokratisierung: |
📈📈 |
| Beitrag zur digitalen Transformation: |
📈 |
| Vereinfachtes Datenmanagement: |
📈 |
| Einsparung Betriebsmittel/Behandlungskosten: |
nicht bewertbar |
| Einsparung Arbeitszeit: |
📈 |
| Bessere betriebliche Planungssicherheit: |
nicht bewertbar |
| Mehrertrag/ höhere Leistung: |
nicht bewertbar |
| Entscheidungs-Unterstützung: |
📈 |
| Steigerung Ressourceneffizienz: |
nicht bewertbar |
| Geringere Bodenverdichtung /Positive Wirkung auf das Tierwohl: |
nicht bewertbar |
| Steigerung Biodiversität: |
nicht bewertbar |
| Emissionsminderung: |
nicht bewertbar |
| Erhöhung Attraktivität des Arbeitsplatzes: |
📈 |
| Arbeitserleichterung: |
📈📈 |
| Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raumes: |
nicht bewertbar |
| Verbesserung Arbeitssicherheit: |
nicht bewertbar |
| Verbessertes Image: |
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Produktionsbereich:
Produktionsrichtung:
Arbeitsbereich:
Einsatzhäufigkeit:
Übertragbarkeit:
Anschaffungskosten (Richtwerte):
Laufende Kosten:
Testumgebung:
Technische Mindestanforderung bei vorhandenen Geräten:
Android:
iOS:
Empfehlung bei Neuanschaffung (Auszug):
Android:
iOS:
Ausführliche Angaben finden Sie auf dem folgenden Merkblatt
Von Geräten, die älter als iPhone 11 bzw. iPad-Modelle vor 2019 sind, wird abgeraten, da diese kein iOS/iPadOS 16 mehr unterstützen.
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Hersteller: CollideX GmbH Pestalozzistraße 41 35606 Solms |
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Institution: Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten |
Institut: Abteilung 5 Autorin: Astrid Schumm |